Said Riza


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Said Riza

Said Riza (*1862 in Dersim; †18. November 1937 in Elazığ) oder auf kurdisch Seyîd Riza war ein großer Anführer aus Dersim. Sein Vater hieß Seyîd Îbrahîm.

Seyîd Riza genoß eine gute Ausbildung und wurde in Religion, Gesellschaft und Patriotismus für sein Land und Volk erzogen. Nach dem Tod seines Vaters erhielt er die Führung über seinen Stamm und den Titel des Seyîd (arabisch für Herr). Dieser Titel wurde nur den direkten Nachkommen des Propheten Mohammed verliehen. Das bedeutet aber nicht, dass Seyîd Riza wirklich Mohammeds Nachkomme war. Man berief sich halt auf den Propheten, um Ansehen und Macht zu haben.

Seyîd Riza hatte Kontakte zu allen bedeutenden kurdischen Anführern und Organisationen seiner Zeit. Er unterstützte den Aufstand 1920 in Koçgiri, konnte aber wegen widrigen Wetter - die Bergpässe nach Koçgiri waren blockiert - nicht aktiv eingreifen.

Er traf sich auch mit Scheich Said (auf kurdisch Şêx Seîd), um ihre Kräfte für einen Aufstand zu bündeln. Aber der konfessionelle Gegensatz zwischen beiden verhinderte dies. Denn Şêx Seîd war ein sunnitischer und Seyîd Riza ein alevitischer Geistlicher.

1937 bricht der Aufstand in Dersim los, dessen Anführer Seyîd Riza ist. Die türkische Regierung kann den Aufstand nicht unter Kontrolle bringen und bietet Seyîd Riza Verhandlungen an. Dazu wird er am 5.September 1937 nach Erzincan gerufen. Allerdings wird er unterwegs verhaftet und nach Elazığ gebracht. Dort wird er vor einem Kriegsgericht zu Tode verurteilt und mit sieben seiner Freunde am 18. November 1937 erhängt.

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