Hans Henning Atrott (* 12. Januar 1944 in Memel, heute Klaipėda in Litauen) ist Gründer und erster Präsident der Deutschen Gesellschaft für Humanes Sterben und ehemaliger Sekretär (Geschäftsführer) der "World Federation of Right-to-die-Societies". Der Privatgelehrte ist Innovator von Patientenverfügungen und Patientenschutzbriefen in Deutschland. Auch der Begriff „Patientenverfügung“ wurde von ihm geprägt. Verheiratet seit 1978 mit Anita Atrott, geb. am 7. März 1958, aus Giengen/Br. Aus der Ehe geht ein Sohn (Jörg Ulrich) hervor.
Atrotts Vater war evangelischer Pfarrer, die Mutter Juristin. Durch die Wirren des 2. Weltkrieges wurde A. nach Deutschland verschleppt. Beide Elternteile starben durch Kriegseinwirkung noch vor Kriegende. Bis 1956 lebte A. in der damaligen DDR mit guten Erinnerungen. Die Übersiedlung in die Bundesrepublik Deutschland wurde von ehemaligen Kollegen seines Vaters arrangiert. Dadurch geriet der junge A. zunächst in Kreise der ev. Kirche, unter welchen er eigenen Angaben zufolge sehr zu leiden hatte. Als Vormund wurde ein aus Ostpreußen stammender Pfarrer aus der Nähe von Wetzlar bestimmt - ein angeblich pädophiler homosexueller Junggeselle.
1965 (als 21-jähriger) Lektüre des Neuen Testaments der Bibel; hieraus gelangt A. zu der Auffassung des "Betrugs, dem die Menschheit hier aufsitzt". U.a. von Prof. Helmut Kuhn (damals Professor für Philosophie an der Universität München) zum Begabtenabitur vorgeschlagen, das 1969 absolviert wurde. Es folgte ein Studium der Philosophie, Politologie (beides im Hauptfach) und Soziologie. Abschluss: Dipl.sc.pol.
Atrotts antichristliche Einstellung formiert bereits an der Universität München seine Gegner.
1976 -1977 Wissenschaftliche Hilfskraft in der Kommission zur Herausgabe der Schriften des Philosophen Schelling (ein gemeinsames Projekt des Philosophischen Instituts II der Universität München und der Bay. Akademie der Wissenschaften).
1977 -1978 Projektmanagement innerhalb des Aktionsprogramms "Forschung und Technologie im Dienste der Gesundheit" der deutschen Bundesregierung, 1979 - 1983 Management bei der Luftrettungs-GmbH des ADAC, 1980 Organisator des 1. Internationalen Luftrettungskongresses mit einer Ausstellung von Ambulanzflugzeugen und –Hubschraubern auf dem Militärflughafen München-Neubiberg. 1979 Landesvorsitzender der Freigeistigen Gesellschaft in Bayern. 1980 Präsident der Deutschen Gesellschaft für Humanes Sterben. 1982 - 1984 Sekretär (Geschäftsführer) der World Federation of Right-to-die-Societies. Vom Tag der Gründung der DGHS an muss sich diese im kritischen Dialog mit den beiden großen Konfessionen in Deutschland behaupten.
1985 Teilnahme zur Anhörung zur Sterbehilfe im Deutschen Bundestag. Juli 1987 erklärt ein Oberlandesgericht die Sterbehilfe mittels Chemikalien als gesetzeskonform (Fall Hermy Eckert). 1991 hat die DGHS fast 60.000 Mitglieder. Im August 1992 wird Atrott vorübergehend festgenommen; die erhobenen Vorwürfe wurden - insbesondere wegen vorliegender Vergleichsfälle – als zu gering für eine Untersuchungshaft erachtet. 1993 setzt sich das Landgericht Augsburg über das Urteil des Oberlandesgericht München 1 Ws 23/1987) hinweg, welches die Sterbehilfe des A. für gesetzeskonform erklärt hatte. Am 23. Januar 1993 wird A. in Hamburg erneut verhaftet. Im März 1994 verurteilt das Landgericht Augsburg A. zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe und einer Geldsumme. Die DGHS schließt ihn aus. In der Folge werden angeblich mehrere Anschläge auf A. verübt. Nach diesen Vorkommnissen entschließt sich Atrott, mit seiner Familie nach Frankreich zu emigrieren.
Seit 1998 ist A. mit Forschungsarbeiten über das Christentum beschäftigt, insbesondere über Jesus Christus, den er als "Yehoshua-ben-Pandera" bezeichnet. Die Absicht hierzu hatte A. angeblich bereits als 21-jähriger junger Mann gefasst, als er sich das Neue Testament in durchaus gutwilliger Absicht durchgelesen hatte. Die Forschungsarbeiten wurden bisher nur im Internet veröffentlicht:
a) Die angeblichen Betrügereien der Christen um die Geburt Jesu: Der (gestohlene) Stern von Bethlehemhttp://www.geocities.com/birthofjesus.Hier wird versucht, den Nachweis zu führen, dass die Behauptungen, die sich um die Geburt von Jesus Christus ranken, größtenteils aus der Mithrasreligion gestohlen sind.
b) Der Gottesbetrug http://www.bare-jesus.net. Hier wird ausgeführt, dass Jesus Christus ganz bewusst die Zerstörung der Menschheit mittels einer von ihm angestifteten Sekte beabsichtigt habe. Sein Umgang mit Begriffen, wie z. B. "Moral", "Liebe", "Wahrheit", "Gott", "Himmel", "Jüngstes Gericht", "Satan" etc. dienten angeblich nur dem Zweck, dieses vorgebliche Verbrechen unangreifbar zu machen.
c) Der Kreuzbetrug http://www.yeshu.net. Hier wird versucht, anhand der Evangelien nachzuweisen,dass sich Jesus (alias: Yehoshua-ben-Pandera ) seiner Exekution am Kreuz durch einen Stuntman (Double) entzogen habe und dass an seiner Stelle Judas Ischariot gekreuzigt worden sei. Jesus habe heimlich weitergelebt und aus den christlichen Katakomben seine Sekte weiter geleitet.